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Es gibt Produkte, die Erklärungen brauchen, und Produkte, die für sich sprechen. Die kalabrische Peperoncino-Creme gehört zur zweiten Sorte. Man öffnet das Glas, riecht den Duft, und was gleich passiert, ist schon klar. Peperoncino, Knoblauch, Basilikum, natives Olivenöl extra: vier Zutaten, die in Kalabrien schon zusammen in der Küche landeten, lange bevor jemand sie „Kombination“ nannte. Man hat sie immer zusammengebracht, weil sie funktionieren, weil jede etwas tut, was die andere allein nicht kann, und weil sie zusammen eins werden.

 

Der Peperoncino ist frisch, kalabrisch, geerntet, wenn er jene tiefrote Reife erreicht hat, bei der Geschmack und Schärfe im richtigen Verhältnis stehen. Ihn frisch zu verarbeiten verändert alles gegenüber getrocknetem: Die Creme behält eine lebendige, feuchte Konsistenz mit einer pflanzlichen Note, die man aus Pulver nie bekommt. Die Farbe ist ein tiefes, fast dunkles Rot, das im Öl noch intensiver wird. Beim Öffnen erfüllt das Aroma sofort den Raum: Es ist der Peperoncino, aber auch der Knoblauch, der sich bei der Verarbeitung verbunden hat, und das Basilikum mit seiner frischen Note, die die Schärfe bricht, ohne sie zu überdecken.

 

Der Knoblauch ist kein neutraler Hintergrund. In dieser Creme hat er eine klare Rolle: Er bringt eine würzige Tiefe, die den Peperoncino stützt und deutlich, aber nicht aggressiv zu spüren ist. Kalabrischer Knoblauch, der an seinem Platz bleibt, ohne alles einzunehmen, den man aber vermisst, wenn er fehlt. Das Basilikum überrascht am meisten, denn in einer scharfen Würze wirkt kräuterige Frische unwahrscheinlich – und doch hält sie alles zusammen. Sie klärt die Schärfe, macht sie eleganter und gibt ihr Luft, die ohne Basilikum fehlen würde.

 

Das native Olivenöl extra ist nicht nur Konservierungsmittel, sondern Teil des Geschmacks. Ein gutes Olivenöl bringt eine fruchtige Fülle, die sich mit der Creme verbindet und sie trägt, sie samtig macht und dafür sorgt, dass sie an dem haftet, was man würzt, statt abzurutschen. Wenn man einen Teelöffel im Glas dreht, spürt man diese Konsistenz: dicht, ölig, mit gleichmäßig verteilten Peperoncino-Stückchen. Keine Soße, keine feste Paste – etwas dazwischen, das sich genau deshalb vielseitig einsetzen lässt.

 

In der Küche ist sie eine dieser Zutaten, die Zeit sparen, ohne Qualität zu kosten. Eine schnelle Soße, die nicht schnell wirkt: Pasta kochen, inzwischen einen Löffel Creme in Öl erwärmen, eine Kelle Kochwasser dazu, Pasta unterheben und binden. Zwei Minuten, ein Gericht mit Charakter. Mehr braucht es kaum: ein paar Blätter frisches Basilikum, ein Schuss rohes Öl, fertig. Die Creme hat schon alles, damit das Gericht Persönlichkeit hat.

 

Auf Bruschetta ist sie am unmittelbarsten. Geröstetes Brot, Öl, ein großzügiger Teelöffel Creme, solange das Brot noch warm ist: Die Creme erwärmt sich leicht, das Öl verbindet sich mit dem der Würze, und das Ergebnis liegt zwischen klassischer Bruschetta und etwas Vielschichtigerem. Man kann Ricotta dazugeben, eine Scheibe halbgereiften Käse darauflegen oder es so lassen. Alle drei Varianten funktionieren.

 

Bei gegrilltem Fleisch kommt sie zweimal zum Einsatz: vorher als Marinade, mit Öl vermischt und vor dem Garen auf die Oberfläche verteilt, und danach roh als Würze, wenn das Fleisch auf dem Teller liegt. Im ersten Fall dringt die Schärfe ins Fleisch und bleibt, im zweiten wirkt sie frischer, unmittelbarer. Wer beides will, macht beides – und bekommt Fleisch mit zwei Geschmacksschichten, die man nacheinander wahrnimmt.

 

Zu gegrilltem Gemüse funktioniert die Creme wie immer bei Zutaten mit kräftigem Geschmack, die einen Anstoß brauchen: Aubergine, Zucchini, gegrillte Paprika. Ein Teelöffel roh, ein Schuss Öl darüber, und das Gemüse wird zur Beilage, die nichts weiter braucht. Das gilt auch für Ofenkartoffeln, Artischocken und jedes geröstete Gemüse, dem man Wärme und Tiefe geben möchte, ohne seinen Eigengeschmack zu überdecken.

 

Ein 100-g-Glas hält länger, als man denkt. Man braucht jedes Mal nur wenig, denn die Creme hat so viel Geschmack, dass schon kleine Mengen wirken. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und nach Bedarf verwenden, ohne Eile.

 

So verwendest du sie

Als Basis für schnelle Soßen: in Öl erwärmt und mit Pasta-Kochwasser verlängert. Auf Bruschetta und Crostini, pur oder mit frischem und gereiftem Käse. Als Marinade für Grillfleisch, vor dem Garen mit nativem Olivenöl extra vermischt. Roh auf gegrilltem oder gebackenem Gemüse. Im Panino mit Wurst oder Käse, statt Senf oder anderer Soßen. Auf Spiegel- oder Rühreiern. In Suppen und Hülsenfrüchte-Eintöpfen, um den Geschmack zu heben.

 

Aufbewahrung

Vor dem Öffnen kühl und trocken lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren. Mit etwas nativem Olivenöl extra bedecken, um Farbe und Aroma zu bewahren. Innerhalb von 2 bis 3

Wochen nach dem Öffnen verzehren.

 

Zutaten

Frischer kalabrischer Peperoncino, natives Olivenöl extra, Salz, Knoblauch, Basilikum.

Kalabrische Peperoncino-Creme - 100 g

Artikelnummer: CRE-PEP
6,00 €Preis
inkl. MwSt. |
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